"Die Reise nach Petuschki" Klappentext

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Die Reise nach Petuschki

von Wenedikt Jerofejew

Die hochprozentigste Sauftour der Weltliteratur

Auf dem Weg zum Kursker Bahnhof in Moskau beginnt dieses Selbstgespräch des Autors und Trunkenboldes Wenedikt Jerofejew, das sich zu einer absurden Reisebeschreibung entwickelt, die in ihrem scharfen Witz und in ihrer skurilen Albernheit nicht nur innerhalb der russischen Literatur einzigartig ist.

Nachdem er aus dem Restaurant des Kursker Bahnhofs gewiesen wird, wo er vergeblich versucht hat, Sherry zu bestellen, besteigt Jerofejew mit einem Köfferchen voll Schnaps den Vorortzug von Moskau nach Petuschki. Von Station zu Station und von Flasche zu Flasche werden Wenedikts Monologe und sein Gedanken-austausch mit den mittrinkenden Reisegefährten aberwitziger und geraten zu einer Demontage aller moralischen und geistigen Werte. Niemand hat jemals der luziden Klarsicht des Trunkenen beredtere Worte verliehen.

Jewgeni Popow schrieb in seinem Nachruf nach Jerofejews Tod im Jahr 1990: „... dieses Buch, das auf der Waagschale der Geschichte Dutzende von wohlgerundeten Bänden patentierter Literaturaktivisten aufwiegt, wurde in der ganzen Welt bekannt und rettete mehr als eine Seele vor Fäulnis und Zerfall. Wenedikt Jerofejew gab dem Wort Volksnähe seinen ursprünglichen Glanz wieder, den Glanz eines geschliffenen Glases, das von fettigen Betrügerfingern befleckt worden war.“

Einige Perlen aus diesem Poem wollen wir hiermit dem Volk näher bringen.

Wir wünschen viel Vergnügen.